Nachhaltigkeit an der Maria Ward-Schule Mainz    

 

Das vielfältige Thema Nachhaltigkeit beschäftigt auch uns an der Maria Ward-Schule Mainz. Sowohl Schülerinnen als Kolleginnen und Kollegen und die Elternschaft haben sich deshalb auf den Weg gemacht, um unsere Schule "nachhaltiger" zu gestalten.

In der Schülerinnenschaft hat sich ein Arbeitskreis gebildet, der in der Schule u.a. monatliche Aktionen im Kontext der Nachhaltigkeit starten will oder die Umweltbeauftragten der Klassen und Kurse schulen möchte. 

Über diese Aktionen wird der AK immer über das Brett im Foyer und über diese Seite informieren.   

 

Für Schülerinnen und Interessierte der Maria Ward-Schule findet in diesem Schuljahr eine Ringvorlesung mit dem Titel "Education for Future" statt. Mit Hilfe von wissenschaftichen vorträgen aus den Themenbereichen Geographie, Politik, Chemie usw. möchten wir unsere Schülerinnen dazu befähigen, das Thema Nachhaltigkeit auch wissenschaftlich fundiert zu betrachten und zu diskutieren. 

 

Hier finden Sie eine Übersicht über die geplanten Vorträge der Ringvorlesung. 

 

Veranstaltungen der Ringvorlesung (sortiert nach Aktualität)

 

Julia Klöckner im Gespräch mit Maria Ward-Schülerinnen

 

 

Zum Artikel der AZ gelangen Sie hier.

 

Zum Bericht (samt Interview mit der Bundesministerin und Schülerinnen), der auf RPR1 erschien, gelanen Sie hier.

 

Am Freitag, 06.12 war Bundeslandwirtschaftsministern Julia Klöckner zu Gast an der Schule und diskutierte mit ca. 70 interessierten Schülerinnen darüber, wie sich Landwirtscht und Ernährung im Kontext des Klimwandels entwickeln müssen, um nachhaltig Co2 einzusparen und unsere Umwelt zu schützen.

Nachdem am Mittwoch, den 04. Dezember die zweite Ringvorlesung mit Andreas Hartenfels (Bündnis 90/Die Grünen) stattfand, folgte schon am Freitag, den 6. Dezember, die nächste Veran- staltung mit Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU). In Anlehnung an den Titel der vorangegangenen Diskussion wurde Julia Klöckner zu Beginn gefragt, ob wir in Hinblick auf den Klimawandel noch zu retten seien. Ihre Antwort fällt weniger dramatisch aus wie jene von Andeas Hartenfels, denn sie weh- re sich gegen apokalyptische Szenarien, die uns in Panik versetzen sollen, auch ohne diese Panik seien wir durchaus noch zu retten. In die Diskus- sion wurde daraufhin sogleich mit dem Thema der Ernährung gestartet, das in Hinblick auf Lebens- mittelverschwendung mit der Klimafrage ver- bunden ist. Dieser Verschwendung will sie mit der Förderung von Initiativen wie „foodsharing“ ent- gegentreten, Containern, also die Verwendung von weggeworfenen Lebensmitteln von Supermärkten und Restaurants will sie dagegen nicht legalisie- ren. Zu mehr Tierschutz will sie mit dem von ihrem Ministerium initiierten Tierwohllabel beitragen, das landwirtschaftliche Betriebe durch bessere Haltungsbedingungen für ihre Tiere erhalten kön- nen. Das Problem, dass sich immer wieder auch und vor allem im Umweltschutz stellt, bestehe darin, dass aus der Bevölkerung häufig Forderun- gen nach mehr Tierschutz und Ökologie gestellt werden, aber gleichzeitig viele nicht mehr für ver- antwortungsvoll produzierte Lebensmittel zahlen wollten. Diese Diskrepanz müsse beendet werden, so Klöckner. Aufgrund dessen plant sie im nächsten Jahr ein „reisendes Forum“, auf dem sie Raum zum Austausch geben will. Die Ministerin verabschiede- te sich von den Schülerinnen mit dem Appell, sich selbst einzumischen und auch den Mut zu haben, sich gegen Erwachsene zu wehren.

 

Isolde Sellin, MWS-Presse

 

  

 

 

 

Noch sind wir zu retten - aber die Zeit drängt!

Zur zweiten Veranstaltung im Rahmen der Vorlesungsreihe „Education for Future“ konnten wir am 04.12 Herrn Hartenfels an unserer Schule begrüßen. Herr Hartenfels ist umweltpolitischer Sprecher der Grünen im rheinland-pfälzischen Landtag und diskutierte mit den Schülerinnen über nachhaltige Klimapolitik in Zeiten des Klimawandels. Die Diskussion mit dem Titel „Sind wir noch zu retten?“ wurde von Greta Waltenberg moderiert.

Die ersten Fragen bezogen sich auf das Klimapaket der Bundesregierung, welches Herr Hartenfels als „inhaltlich zu schwach“ kritisierte, „um strukturelle Änderungen vornehmen zu können.“ Besonders wichtig wären aus der Sicht des umweltpolitischen Sprechers der Grünen ein Kohleausstiegsgesetz und eine höhere Co2-Bepreisung gewesen. 

Die Frage, was sich ändern würde, wenn seine Partei Regierungsarbeit auf Bundesebene übernehmen würde, beantwortete Herr Hartenfels damit, dass Erfolge in der Klimapolitik erzielt werden müssten, da sie schließlich vorrangig deshalb gewählt würden. Wie das zu erreichen wäre, stellte der Politiker anschließend nochmals klar: eine höhere Co2-Bepreisung bei gleichzeitigem sozialen Ausgleich (Anreize schaffen, um Energie zu sparen), der Kohleausstieg bis 2030, das Ende der Massentierhaltung und die Förderung des Öko-Landbaus, und Wegwerfartikel soweit wie möglich verbieten, um Müll zu vermeiden. Allerdings könne die Politik nur zu einem gewissen Teil ihren Beitrag leisten. Den anderen Teil müssen die Menschen selbst leisten und auch lernen, bewusst zu verzichten. Es brauche auch in der Gesellschaft eine Strukturveränderung.

Abschließend stellte Greta Herrn Hartenfels die Frage aus dem Titel, „Sind wir noch zu retten?“, die der Grünenpolitiker damit beantwortete, dass wir noch zu retten seien, allerdings werde die Zeit immer knapper. 

Da der Klimawandel bedeute, dass die Zukunft der Schülerinnen nicht mehr so stattfinden werde, wie sie es gewohnt sind, richtete Herr Hartenfels schließlich noch den Appell an die Schülerinnen, dass sie sich aktiv für den Klimaschutz einsetzen müssen, denn es gehe um ihre Existenz. Und der Schlüssel, um nachhaltig aktiv zu werden, sei eine intellektuelle Auseinandersetzung mit dem Thema. 

Wir freuen uns, dass auch die zweite Veranstaltung der Ringvorlesung „Education for Future“ ordentlich besucht war und erwarten nun mit Spannung unseren nächsten Gast. Schon am Freitag, 06.12, wird Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner mit interessierten Schülerinnen über das Thema Ernährung und Landwirtschaft im Kontext des Klimawandels sprechen.

 

  

 

Erste Veranstaltung im Rahmen der Ringvorlesung "Education for Future"                                                                            

Das Hauptthema freitags: die Klimakrise. So auch am 13. September im Gewölbekeller. 
Rund 80 Schülerinnen blieben dafür freiwillig länger in der Schule. Der Umwelt-AK der Lehrer*innen hatte den Mainzer Wissenschaftler Prof. Dr. Jan Esper eingeladen, um allen Interessierten einen Überblick über die Grundlagen des Klimawandels zu verschaffen. Der Paläoklimatologe beschäftigt sich mit Klimageschichte und Prozessen, die Klimaänderungen zugrunde liegen. Er konnte uns also viel über die Mechanismen des aktuellen Klimawandels erklären. Dazu gehören natürlich die Basics zu CO2 und Treibhauseffekt, aber auch weniger bekannte Effekte wie z.B. die „terrestrische Pumpe“. Hierbei speichert die Biomasse der Erde im Laufe eines Jahres verschiedene Mengen an CO2. Der Schwerpunkt des Vortrags lag auf den verschiedenen Indikatoren, welche die derzeitige globale Erwärmung bestätigen.

Als „Take-Home-Messages“ betonte er den nachgewiesenen menschengemachten CO2-Anstieg in unserer Atmosphäre und die enorme Komplexität des Systems Erde, die exakte Klimaprojektionen ausschließt. Auch auf den aktuellen politischen Diskurs ging Prof. Esper kurz ein. „The threat today is not passivity, but pseudo-activity, the urge to be active, to participate, to mask the nothingness of what goes on.” (Slavoj Žižek) Mit diesem Zitat mahnte er, uns nicht von gefährlichem Pseudoaktionismus täuschen zu lassen. In diesem Sinne lautete dann auch sein abschließender Apell: Setzt Euch weiter gegen die Klimakrise ein!

Wir danken Herrn Prof. Dr. Esper herzlich für diesen sehr gehaltvollen wissenschaftlichen Vortrag als Einstieg in unsere Vorlesungsreihe.

 

  (Für größere Ansicht bitte Klick auf das Bild)

 

 

Coffee-to-go Becher mit Schullogo

Um den durch Coffee-to-go Becher anfallenden Müll zu reduzieren, haben wir seit kurzem den Maria Ward-Schule Coffee-to-go Becher an unserer Schule. 

Mehr als 300 Schülerinnen haben sich den Becher gekauft und helfen nun dabei, weniger Müll zu produzieren.