Aktuelles im Schuljahr 2019/20

 

 


 

 

 

 


 

 


 

Lesung im Gewölbekeller

Die Klassensiegerinnen der 6. Klassen lesen für ihre Mitschülerinnen

 

Am 22. Januar 2020 kamen in der ersten Stunde alle Sechstklässlerinnen im Gewölbekeller zusammen. Nach der Begrüßung durch Frau Lioba Rüdell stellten die Klassensiegerinnen des diesjährigen Vorlesewettbewerbs ihre Bücher vor und lasen jeweils eine Textstelle aus dem Buch vor, mit dem sie den Wettbewerb bestritten hatten. Durch das Programm der Lesung führten die Unterstufensprecherinnen, Zoé Stark und Martha Hüther.

 

 

 

Aus der Klasse 6a las zunächst Matilda Kiefer aus dem Roman „Das Mädchen, das den Mond trank“ von Kelly Barnhill vor. Danach folgte die Klassensiegerin aus der 6b Elisa Möck mit dem Buch „Grüne Gurken“ von Lena Hach. Nun kam Lisanne Bach aus der Klasse 6c mit dem Jugendbuch „Ronja Räubertochter“ von Astrid Lindgren. Aus der 6d las Emilia Romanowski das Buch „Silber“ von Kerstin Gier vor. Zum Schluss kam die Schulsiegerin Linnea Rasch mit dem Jugendbuch „Rubinrot“ von Kerstin Gier.

 

Aufgrund der spannend ausgewählten Textstellen und guten Vorträge herrschte eine sehr schöne Stimmung. Belohnt wurden die Siegerinnen am Ende mit einem Buchgutschein.   

 

Unser Dank gilt auch Frau Wiedenberg, die den Wettbewerb in diesem Schuljahr organisiert hat.

 

Zoe Stark und Martha Hüther, Unterstufensprecherinnen 2019/2020

 


 


 

Palestrina bis Rutter – Das Adventskonzert 2019

 

Am Sonntag, den 15. Dezember, fand wie in jedem Jahr am 3. Advent das Adventskonzert der Maria Ward-Schule in der Kirche St. Bonifaz mit einem vielfältigen musikalischen Programm statt.

Den Anfang bildeten die Gesangsklassen der 5. und 6. Jahrgangsstufen unter der Leitung von Herrn Weith mit verschiedenen Weihnachtsliedern, die von traditionellen Stücken wie „Maria durch den Dornwald ging“ bis zu Songs wie „Hallelujah“ von Leonard Cohen reichten. Ebenfalls unter Herrn Weiths Leitung stand der Kammerchor, der sich aus Sänge­rinnen und Sängern der Maria Ward-Schule und der Willigis-Schule zusammensetzte und der die drei geistlichen Gesänge von John Rutter präsentierte. In kleiner Besetzung spielte das Orchester unter der Leitung von Herrn Warzecha daraufhin den 1. Satz des Trompetenkonzerts in Es-Dur von Johann Baptist Neruda mit einer virtuosen Tabea Müller als Solistin. Ebenfalls instrumental wurde der Abend mit der bekannten und zeitlosen Film­musik des Klassikers „Drei Haselnüsse für Aschen­brödel“ und „In dulci jubilo“ von Michael Praetorius von dem Orchester in großer Besetzung fortge­führt. Nachdem der Junge Chor neben „Gloria Pa­tri“ von Giovanni de Palestrina aus dem 16. Jahr­hundert auch den Gospelsong „Jesus fits the battle of Jericho“ aus den 1950ern darbot, füllten sich die Reihen und Eltern sowie Lehrkräfte ergänzten den Jungen Chor zum Schüler-Eltern-LehrerInnen-Chor. Gemeinsam sangen sie unter anderem das wohl älteste kanadische Weihnachtslied (etwa um 1640) sowie eine Weihnachtskantate von Johann S. Bayer mit Dorothea Nollert als Solistin (Abitur 2016). Zum Schluss wurde das Publikum zum gemeinsamen Singen des Liedes „Tochter Zion“ eingeladen, was einen imposanten und festlichen Abschluss des Abends bot.

Ein großes Dankeschön geht an alle Musikerinnen und Musiker sowie an die Lehrkräfte der Musik-Fachschaft für die Vorbereitung und Durchführung des gelungenen Konzertes!

 

Isolde Sellin, MWS-Presse

 


 

Jahrbuch 2019

 

Wir freuen uns über das Jahrbuch 2019, das unser vielseitiges Schulleben im Schuljahr 2018/19 widerspiegelt.

 

 

 

Es wurde über den Förderverein am 25.11.2019 ausgeteilt und sollte in jeder Familie einmal an­gekommen sein. Wir danken dem Förderverein für die Finanzierung und ganz besonders dem Redaktionsteam mit Frau Plötz, Frau Hanke, Frau Bicker, Frau Schmidberger und Frau Wiesemann für die geleistete Arbeit!

 

Dr. A. Litzenburger, MWS

 


 

Dijon-Austausch im Jahrgang 7

 

Vom 11. bis 18.06.2019 waren wir, 10 Mädchen der 7. Klassen unserer Schule und 15 Jungs des Willigis-Gymnasiums, bei unseren Austausch­partnern in Dijon. Die anfängliche Unsicherheit, ob man sich auch gut mit der französischen Part­nerin verstehen würde, war schnell verflogen. Wir wurden in Dijon sehr herzlich empfangen und haben uns von Anfang an sehr wohl in den Familien gefühlt. Von Mittwoch bis Freitag haben wir mit un­serer Gruppe sowie den begleitenden Lehrerinnen (Frau Schwank-Bröer und Frau Lang vom Willigis) ein umfangreiches Programm absolviert. Wir haben eine Stadtführung gemacht, waren im Musée des Beaux-Arts, sind in die Geheimnisse des berühm­ten Pain d’Epices (Lebkuchen) eingeführt worden und haben die Feuerwehr, die Saupeurs-Pompiers, besucht. Am Freitag waren wir in der Schule und haben uns den Unterricht bei unseren Austausch­partnern angeschaut. Es war sehr interessant zu erleben, wie anders Schule und Unterricht in Frank­reich verglichen mit unseren Erfahrungen sind. Das Wochenende haben wir in den Familien verbracht, die sich für uns ein tolles Programm überlegt hat­ten. Manche haben einen Stadtbummel gemacht, andere waren klettern oder bowlen. Am Montag stand die Besichtigung von Beaune, einer sehr schönen kleinen Stadt in der Nähe von Dijon, auf dem Programm. Am Dienstag mussten wir dann leider wieder abreisen.

 

 

Umso mehr haben wir uns gefreut, unsere Austauschpartner am 17.09. für eine Woche in Mainz begrüßen zu können. Während wir den Vor­mittag in der Schule verbrachten, erkundeten sie Mainz und Umgebung; das Wochenende konnten wir zusammen verbringen. Am Tag der Offenen Tür im September haben zwei von uns gemeinsam mit „ihren“ Französinnen den Austausch vorgestellt. Es waren sehr schöne Wochen, sowohl in Dijon als auch in Mainz. Wir haben nicht nur die Angst vor dem Sprechen in der anderen Sprache verloren, sondern konnten unsere Sprachkenntnisse deut­lich verbessern und lernten auch Land und Leute kennen. Ich selbst habe weiterhin Kontakt mit mei­ner Austauschpartnerin, vielleicht sehen wir uns im nächsten Jahr wieder.

 

Jana Adam, 8a

 


 

Rückschau auf die Secondhandbörse

 

Am 18.10.2019 fand erneut die Secondhandbörse für Herbst- und Winterkleidung im Gewölbekeller statt. Ein Gewinn von rund 1000€ konnte erzielt werden. Dieses Geld kommt der Maria Ward-Schule zu Gute. Leider war der Umsatz nicht so hoch wie aus den letzten Jahre gewohnt, sodass die Spende an eine gemeinnützige Organisation aus Mainz ausbleiben musste.

Die Bereitschaft an diesem Wochenende bei Auf­bau, Vorbereitung, Verkauf und Rücksortieren zu helfen, war zunächst sehr zögerlich. Aber nach einem erneuten Aufruf über den Verteiler des Schulelternbeirats fanden sich genügend Helfer und Helferinnen, sodass der Basar reibungslos durchgeführt werden konnte!

Vielen Dank an alle Helfer. Unser Dank gilt natür­lich auch den Damen im Sekretariat und dem Haus­meisterteam, ohne deren großartige Unterstüt­zung eine solche Großveranstaltung nicht möglich wäre.

Unsere Cafeteria war wieder hervorragend be­stückt mit leckerem süßen und pikantem Gebäck. Auch dafür gilt unser Dank den fleißigen Bäckern!

Uns als Basarteam hat es sehr gefreut, dass sich sieben neue tatkräftige Mütter gefunden haben, die in nächster Zeit das alte Basarteam unterstüt­zen und im Laufe des nächsten Jahres die Verant­wortung für die Secondhandbörse übernehmen werden. Damit steht der Fortführung und Erneue­rung des Secondhandbörse nichts mehr im Weg. Wir freuen uns auf die neue Zusammenarbeit.

Für das SHB-Team, Gunhild Gürlich.

 


 

Freya Klier, Leben in einer Diktatur

 

Auf Einladung der Konrad Adenauer Stiftung sprach Freya Klier am 22. Oktober 2019 im Rahmen des "Politischen Bildungsforums Rheinland Pfalz“ und aus Anlass des 30. Jubiläums des Falls der Mauer über ihr „Leben in einer Diktatur“. Die in Dresden geborene Bürgerrechtlerin, die in den 1980er Jahren Mitbegründerin der Friedens-bewegung in der DDR war, geriet schon früh in die Fänge der DDR-Diktatur. Bereits mit drei Jahren verbrachte sie mit ihrem Bruder ein Jahr zwangsweise in einem Kinderheim, 1968 scheiterte ihr erster Fluchtversuch, später erhielt sie Berufsverbot als Regisseurin, wurde von der Stasi intensiv beobachtet und verfolgt, schließlich verhaftet und unfreiwillig ausgebürgert.

 

Gebannt lauschten die Schülerinnen der Klasse 10c sowie der MSS-Kurse 11DL1, 12DL3, 13GeL1 und 13SkL3 ihren erschreckenden Erlebnissen, die einem Krimi ebenbürtige Stasi-Verfolgungsjagden umfassten, die Frau Klier aus ihrem Tagebuch vorlas. Am Ende der Veranstaltung stand ein kurzer, aber sehr intensiver Austausch mit den Schülerinnen, deren Beiträge und Fragen Frau Klier beeindruckten. Wir danken der Konrad Adenauer Stiftung für die Unterstützung und Frau Klier für ihr Kommen.

 

Ute Plötz, stellvertretende Schulleiterin

 


Ausflug zum Haus der Geschichte

 

Am Mittwoch, den 18. September 2019, fand einer der beiden Unterrichtsgänge der 10. Klassen zum Haus der Geschichte in Bonn statt. In Begleitung ihrer Geschichtslehrer Herr Finkenauer, Herr Köberich und Frau Plötz fuhren die Klassen 10a, 10b und 10c am Morgen, aufgeteilt auf zwei Busse, nach Bonn. Nach der Ankunft um ca. 11 Uhr bekam jede der drei Gruppen eine/n Museumsmitarbeiter bzw. -mitarbeiterin zugeteilt, der bzw. die die jeweilige Klasse durch das Museum führte.

 

Wir empfanden den Rundgang als sehr interessant im aufwändig gestalteten Museum. Uns wurden die Unterschiede zwischen dem Leben in der DDR und dem in der Bundesrepublik erläutert, unter anderem zum Beispiel anhand der Sandmännchen aus Ost und West. Außerdem war die Führung nicht, wie von manchen vorher vermutet worden war, eintönig, da verschiedene Sichtweisen eingenommen wurden. Wir erhielten ebenso Einblicke in Politik wie auch in den Alltag seit 1945.

 

Nach der spannenden gemeinsamen Führung für alle stand uns Schülerinnen noch eine anderthalbstündige Zeitspanne zur Verfügung, in der man noch einmal in Ruhe die Hauptausstellung, wahlweise aber auch das Museumscafé bzw. den Museumsshop besuchen oder sich auch die Ausstellung "Very British" anschauen konnte, wodurch man schnell noch Hintergrundinformationen zur Brexit-Problematik erhielt. Schließlich folgte die Rückfahrt nach Mainz.

 

Zusammenfassend hat sich der Besuch auf jeden Fall gelohnt, denn ein Besuch im Haus der Geschichte macht die deutsche Geschichte nach 1945 bis in dieaktuelle Gegenwart sehr plastisch nachvollziehbar. Vielen Dank dafür!

 

Informationen zum Haus der Geschichte sind zu finden unter:

https://www.hdg.de/haus-der-geschichte

 

Kristina Dencheva, MWS-Presse

 

 


 

Großer Erfolg beim Bundeswettbewerb Fremdsprachen (Alte Sprachen)

 

An den Projekttagen im Sommer 2018 fanden sich sieben Schülerinnen aus den damaligen Klassen 7b und 7c zusammen. Sie hatten das Lateinprojekt „Böse Buben, böse Mädchen – Kinderbuchklassiker lateinisch gestalten“ gewählt.

 

Frau Wertgen und Herr Willenborg, die betreuenden Lehrkräfte, stellten den Schülerinnen zwei Themen zur Wahl, „Max und Moritz“ sowie „Die kleine Hexe“. Die Mädchen entschieden sich für das erste Thema. An den Projekttagen und in den folgenden Wochen und Monaten entwickelten die Mädchen eine Geschichte, die sie sehr eigenständig ins Lateinische übersetzten und mit Bildern ausgestalteten. Nach Fertigstellung des Kinderbuches erstellten die Schülerinnen eine Audioversion, die sogar eine Gesangseinlage enthält.

 

Als Lohn für all ihre Mühe erhielten die Mädchen den ersten Landespreis im Bundeswettbewerb Fremdsprachen. Die glücklichen Siegerinnen sind Rebecca Beitz, Cecilia Branner, Gianna Cicoria, Adelina Hochhaus, Maya Pies, Alexandra Sertl und Matilda Willems aus den Klassen 8b und 8c.

 

Für die Fachschaft Latein P. Willenborg, MWS

 

Herzlichen Glückwunsch an alle!

Dr. A. Litzenburger, MWS

 

Die Preisverleihung mit akademischer Feier fand am 26.07.2019 an der Maria Ward-Schule statt.

 

Presseecho

 


 

Projekttag „Stammzellen“ am Deutschen Krebsforschungszentrum Heidelberg

 

Alle drei Biologie-Leistungskurse 12 besuchten am 15. März 2019 den Projekttag „UnistemDay2019“. Heidelberger ForscherInnen stellten Schülerinnen und Schülern aus dem Großraum Heidelberg ihre Stammzellprojekte vor und diskutierten über Möglichkeiten und Grenzen der Stammzellen. Einen Bericht zu dem Projekttag können Sie hier einsehen.

 


 

Blickwechsel / Regards croisés – ein Oberstufenprojekt

 

Schülerinnen des Französisch-Leistungskurses (Jahrgang 12) konnten auch in diesem Jahr wieder an einem besonderen Austausch mit unserer Partnerschule, dem Lycee Notre Dame in Dijon, teilnehmen.

Bei unseren Treffen in Dijon und in Mainz wurden zu unterschiedlichsten Themen Vorträge und Besichtigungen  angeboten. Im Anschluss  daran erarbeiteten deutsche und französische Schülerinnen und Schüler eine gemeinsame Präsentation, die jeweils in der Sprache des anderen dargeboten wurde. Hier erfahren Sie mehr. 

 


Ora et labora – Mazille-Fahrt 2019

„Es war eine einmalige Erfahrung! Ich wünsche mir, wieder an diesen magischen Ort zurückzukehren.“

 

So und ähnlich beschreiben die 12 Schülerinnen der MSS 11 ihren fünftägigen Aufenthalt im Kloster „Carmel de la Paix“ in Mazille, Frankreich. Vom 29.05 bis zum 02.06.2019 haben sie sich auf eine ganz neue Erfahrung eingelassen. Tägliches Beten, Stille während des Essens und Arbeit im Garten stand für sie für diese Zeit auf dem Programm. In Mazille hatten sie die Möglichkeit im stressigen Schulalltag Stille und Ruhe zu finden und durch die Lage des Klosters mitten in der Natur, war der Aufenthalt nach ihren eigenen Aussagen „Entspannung und Besinnung pur“. Doch die Schülerinnen mussten auch selbst mit anpacken und halfen den Schwestern zum Beispiel bei der Gartenarbeit oder kümmerten sich um die Schafe. Das Essen, das es im Kloster „Carmel de la Paix“ gibt, wird fast ganz aus eigenem Anbau zubereitet und die Schülerinnen empfanden, dass es ihnen noch besser geschmeckt hat, da sie wussten, dass sie selbst bei der Zubereitung beteiligt waren.

 

Auch nach ihrer Rückkehr aus Mazille begleitet das Gefühl der Entspannung die Schülerinnen in ihrem Alltag und sie wünschen sich alle wieder zurück an „diesen magischen Ort“.

Im Rahmen dieses Artikels möchten alle Schülerinnen, die teilnahmen, Frau Krüger und Herrn Herrlich danken, die ihre Fahrt nach Mazille nicht nur begleitet, sondern auch mit viel Herz vor- und nachbereitet haben.

 

Hannah Haag, MWS-Presse

 

 


 

Alltag in einem sogenannten „Polenlager“

Holocaust-Zeitzeuginnen und Zeitzeugen berichten

 

Am Donnerstag, den 23. Mai 2019, fuhr der komplette 11er-Jahrgang in das Kloster auf den Jakobsberg. Hintergrund dieser Exkursion waren Zeitzeugengespräche mit Menschen, die den Holocaust überlebt haben. Organisiert wurde diese Möglichkeit vom Maximilian-Kolbe-Werk. Die betagten Menschen nahmen zum Teil weite Wege aus dem Ausland auf sich auf, um uns von ihren Geschichten zu erzählen.
Jeder Religionskurs bekam ein/e Zeitzeuge/in zugeteilt. Dem Kurs von Frau Hartmann erzählte Jozefa Posch-Kotyrba ihre Geschichte. Da sie nicht gut Deutsch spricht, hat sie auf Polnisch geredet und ein Dolmetscher übersetzte für uns. Sie erzählte uns, wie sie als kleines Kind von ihren Eltern, welche beide während des Krieges ermordet wurden, getrennt und mit ihrem Geschwistern in mehrere sogenannte „Polenlager“ deportiert worden war. Dort wurden die Kinder mit schwerer Arbeit beschäftigt und bekamen fast nichts zu Essen. Durch diese Umstände und grassierende Krankheiten, starben viele dieser Kinder in jungem Alter. Außerdem berichtete Frau Jozefa Posch-Kotyrba, wie der Alltag in einem solchen „Polenlager“ aussah, wie sie und ihre Geschwister dort behandelt wurden, wie sie schließlich nach Hause kamen und ihre Großeltern wiedersahen.
Jozefa hatte keine Kindheit, sondern musste schon früh erwachsen werden, da sie in den Lagern aufwuchs und sich um ihre Geschwister kümmern musste, obwohl sie kaum älter war als sie. Ihr schrecklichstes Erlebnis war, als sie von ihrer Mutter getrennt wurde, obwohl sie uns erzählte, dass sie damals noch nicht verstanden hätte, was passierte.
Alle Schülerinnen waren erschüttert von den tragischen Berichten und wir stellten zum Schluss noch Fragen. Wir hatten vorher über dieses Thema viel gelesen und auch darüber geredet, aber es ist realer, wenn eine Person direkt erzählt, die diese Zeit erlebt hat.
Wir bedanken uns bei allen Zeitzeugen/innen, die uns ihre Geschichten anvertraut haben und uns sehr aufmerksam unsere Fragen beantworteten. Außerdem hoffen wir, dass noch mehr Menschen sich für ihre Erlebnisse interessieren und bereit sind, auch anderen Zeitzeugen zuzuhören, die den Mut haben ihre Geschichte zu erzählen. Denn es ist wichtig, dass die Vergangenheit nicht verschwiegen wird.


Nikola Ringeisen und Sophia Sonnberg, MWS-Presse

 


 

Klassenfahrt der Klassen 10b, 10c und 10e an die Ostsee

 

Am Montag, den 20.05.2019, machten sich die Klassen 10b, 10c und 10e in einem Doppeldeckerbus auf in Richtung Norden. Ziel der 10-stündigen Fahrt war die Ferienanlage Weissenhäuser Strand in der Nähe von Oldenburg in Holstein mit direktem Strandzugang zur Ostsee. Die Schülerinnen waren dort zu viert in Selbstversorgerhäusern untergebracht, wo sie zusammen kochen und leben konnten. Auf dem Programm standen zwei Städtetrips. Während die Klassen 10b und 10e schon am Dienstag nach Kiel fuhren, begab sich die Klasse 10c donnerstags in die Hansestadt Lübeck. Dort erwartete sie eine Stadtführung, eine Führung durch das Thomas Mann-Haus und Zeit zum Shoppen und Spazieren gehen. Die jeweils anderen Klassen hatten auf dem Feriengelände einen abwechslungsreichen Tag mit Schwimmen, Strandspielen und Fußballgolf. Ein Highlight der Reise war der Ausflug in den Hansapark. Dort sorgten verschiedene, aufregende Achterbahnen und der mit 120 Metern höchste Freefalltower der Welt für viel Spaß und Nervenkitzel.

Am Freitag, den 24.05.2019, ging es wieder zurück nach Mainz.

Es war für alle eine sehr schöne und aufregende Woche, die wahrscheinlich keine von den Schülerinnen so schnell vergessen wird. Durch die gemeinsam verbrachte Zeit sind die Klassen noch enger zusammengewachsen.

Die Klassen bedanken sich bei allen Lehrern, die uns diese Fahrt ermöglicht haben.

 

Luisa Eizenhöfer, MWS-Presse

 


 

Exkursion der Klassen 9e und 10a nach Verdun

 

„Für meinen Vater ist Verdun während seines ganzen Lebens ein Alptraum geblieben. Er wachte noch 30 Jahre später in der Nacht auf." (Rudi P., Sohn eines deutschen Soldaten)


Wie grauenvoll dieser Alptraum, der wirklich vor hundert Jahren während des ersten Weltkrieges geschah, gewesen sein muss, konnten wir erahnen. Am 07. Mai besuchten wir, die Klassen 9E und 10A, die Gedenkregion um die Stadt Verdun. Nach einer, trotz der Länge lustigen, leicht vergänglichen Busfahrt legte sich die zunächst vorhandene Skepsis schnell. Die meisten von uns waren wohl sprachlos, angesichts des schrecklichen, brutalen Stücks Geschichte, was sich uns nun innerhalb der nächsten zwei Stunden in der harmlos wirkenden französischen Hügellandschaft erschloss.

Zunächst besuchten wir das modern gestaltete Museum, welches uns mit interessanten Ausstellungsstücken, aber auch originalen Textquellen und Filmaufnahmen einen Überblick über das Geschehene bot.

Stiller als zuvor verließen wir es und fuhren mit unserem Tourguide im Reisebus nun zum Hauptpunkt unseres Besuches, der den meisten auch als markantes, hohes Sandsteingebäude über einem weitläufigem Feld, mit zahllosen weißen Kreuzen aus Französischbüchern bekannt sein sollte. Hierbei handelt es sich um das Gebeinhaus, ein französisches Nationaldenkmal, dessen Keller in 54 Abschnitte unterteilt wurde, in welche die knöchernen Überreste derer gelegt wurden, die nicht mehr identifiziert werden konnten. Jedes der Kellerabteile gibt den Funden von einem Abschnitt des Schlachtfeldes die letzte Ruhe, die einzige noch vorhandene Möglichkeit ein wenig Identität zu schaffen, auch für die Trauernden. In Verdun starben Schätzungen zufolge circa 325.000 Soldaten, doch dazu kommen noch viel zahlreicher die Verletzten, Invaliden und Traumatisierten die dieser und jeder Krieg zurücklässt. Unterhalb des Gebeinhauses liegt ein weites, sattgrünes, friedlich wirkendes Feld. In langen Reihen sind dort ordentlich aufgestellte, weiße, beschriftete Kreuze zu sehen, die die Namen derer tragen, deren Person noch ermittelt werden konnte. Um die Gefallenen entsprechend ihres Glaubens zu begraben, befinden sich auch dort ohne Kreuze gestaltete Gräber, außerdem eine Gedenkstätte für Muslime sowie für Juden. Der Anblick des Ganzen wirkt beinahe surreal. Genau an dieser Stelle, dem Platz vor dem Gebeinhaus haben François Mitterand, der französische Staatspräsident und der deutsche Bundeskanzler Helmut Kohl am 22. September 1984 mit einem gemeinsamen Händedruck der deutsch-französischen Aussöhnung und Freundschaft ihren Höhepunkt verliehen.

Wir verlassen auch diesen Ort wieder und besuchen nun das „Fort de Douaumont", eine ursprünglich von französischer Seite erbaute, bis zu vierzig Meter tiefe Anlage, die dann von Deutschen erobert wurde und ihnen fortan während des ersten Weltkrieges als Lager bei Verdun diente. Die kalten, nassen Räume wirken unbehaglich, das beklemmende Gefühl, welches Verdun bei uns auslöst, wird dort noch stärker.

Ein wenig erleichtert sind wir schon, als wir das Fort verlassen und zuletzt eines der zerstörten, umliegenden Dörfer namens Fleury besichtigen. Bis auf eine neuerbaute Kirche auf dem Fundament der ehemaligen Dorfkirche lässt nur wenig erahnen, was hier geschah. Dort findet unsere Exkursion ihren Abschluss und wir treten die Heimreise zurück nach Mainz an. Alle sind wir ein wenig geschockt und  hatten nicht mit dem gerechnet was uns dort gezeigt wurde. 
Trotzdem ist es so wichtig, nicht zu vergessen, dass die begrünten Hügel vor hundert Jahren einer zerbombten Mondlandschaft glichen. Aus Trauer, aber auch als Mahnung an uns und alle zukünftigen Generationen, solch ein Geschehen nie wieder zuzulassen und uns mit Allem für den Frieden einzusetzen.

Zuletzt möchte ich auch Frau Wieland-Berger und Frau Schwank-Bröer im Namen aller teilnehmenden Schülerinnen für die Organisation und Begleitung dieser Fahrt danken.

 

Jule Sklarek, MWS-Presse