Aktuelles im Schuljahr 2018/19

 

 

Exkursion der Klassen 9e und 10a nach Verdun

 

„Für meinen Vater ist Verdun während seines ganzen Lebens ein Alptraum geblieben. Er wachte noch 30 Jahre später in der Nacht auf." (Rudi P., Sohn eines deutschen Soldaten)


Wie grauenvoll dieser Alptraum, der wirklich vor hundert Jahren während des ersten Weltkrieges geschah, gewesen sein muss, konnten wir erahnen. Am 07. Mai besuchten wir, die Klassen 9E und 10A, die Gedenkregion um die Stadt Verdun. Nach einer, trotz der Länge lustigen, leicht vergänglichen Busfahrt legte sich die zunächst vorhandene Skepsis schnell. Die meisten von uns waren wohl sprachlos, angesichts des schrecklichen, brutalen Stücks Geschichte, was sich uns nun innerhalb der nächsten zwei Stunden in der harmlos wirkenden französischen Hügellandschaft erschloss.

Zunächst besuchten wir das modern gestaltete Museum, welches uns mit interessanten Ausstellungsstücken, aber auch originalen Textquellen und Filmaufnahmen einen Überblick über das Geschehene bot.

Stiller als zuvor verließen wir es und fuhren mit unserem Tourguide im Reisebus nun zum Hauptpunkt unseres Besuches, der den meisten auch als markantes, hohes Sandsteingebäude über einem weitläufigem Feld, mit zahllosen weißen Kreuzen aus Französischbüchern bekannt sein sollte. Hierbei handelt es sich um das Gebeinhaus, ein französisches Nationaldenkmal, dessen Keller in 54 Abschnitte unterteilt wurde, in welche die knöchernen Überreste derer gelegt wurden, die nicht mehr identifiziert werden konnten. Jedes der Kellerabteile gibt den Funden von einem Abschnitt des Schlachtfeldes die letzte Ruhe, die einzige noch vorhandene Möglichkeit ein wenig Identität zu schaffen, auch für die Trauernden. In Verdun starben Schätzungen zufolge circa 325.000 Soldaten, doch dazu kommen noch viel zahlreicher die Verletzten, Invaliden und Traumatisierten die dieser und jeder Krieg zurücklässt. Unterhalb des Gebeinhauses liegt ein weites, sattgrünes, friedlich wirkendes Feld. In langen Reihen sind dort ordentlich aufgestellte, weiße, beschriftete Kreuze zu sehen, die die Namen derer tragen, deren Person noch ermittelt werden konnte. Um die Gefallenen entsprechend ihres Glaubens zu begraben, befinden sich auch dort ohne Kreuze gestaltete Gräber, außerdem eine Gedenkstätte für Muslime sowie für Juden. Der Anblick des Ganzen wirkt beinahe surreal. Genau an dieser Stelle, dem Platz vor dem Gebeinhaus haben François Mitterand, der französische Staatspräsident und der deutsche Bundeskanzler Helmut Kohl am 22. September 1984 mit einem gemeinsamen Händedruck der deutsch-französischen Aussöhnung und Freundschaft ihren Höhepunkt verliehen.

Wir verlassen auch diesen Ort wieder und besuchen nun das „Fort de Douaumont", eine ursprünglich von französischer Seite erbaute, bis zu vierzig Meter tiefe Anlage, die dann von Deutschen erobert wurde und ihnen fortan während des ersten Weltkrieges als Lager bei Verdun diente. Die kalten, nassen Räume wirken unbehaglich, das beklemmende Gefühl, welches Verdun bei uns auslöst, wird dort noch stärker.

Ein wenig erleichtert sind wir schon, als wir das Fort verlassen und zuletzt eines der zerstörten, umliegenden Dörfer namens Fleury besichtigen. Bis auf eine neuerbaute Kirche auf dem Fundament der ehemaligen Dorfkirche lässt nur wenig erahnen, was hier geschah. Dort findet unsere Exkursion ihren Abschluss und wir treten die Heimreise zurück nach Mainz an. Alle sind wir ein wenig geschockt und  hatten nicht mit dem gerechnet was uns dort gezeigt wurde. 
Trotzdem ist es so wichtig, nicht zu vergessen, dass die begrünten Hügel vor hundert Jahren einer zerbombten Mondlandschaft glichen. Aus Trauer, aber auch als Mahnung an uns und alle zukünftigen Generationen, solch ein Geschehen nie wieder zuzulassen und uns mit Allem für den Frieden einzusetzen.

Zuletzt möchte ich auch Frau Wieland-Berger und Frau Schwank-Bröer im Namen aller teilnehmenden Schülerinnen für die Organisation und Begleitung dieser Fahrt danken.

 

Jule Sklarek, MWS-Presse

 

 

Sozialer Tag für Afrika am 24.06.2019

 

Liebe Eltern,

auf Initiative der Schülerinnen und mit Zustimmung der Gesamtkonferenz und des Schulelternbeirates findet am 24.06.2019 unser „Sozialer Tag für Afrika“ statt.

In der Klassensprecherinnenversammlung am 05.04. erhalten die Schülerinnen ein entsprechendes Schreiben, in dem die Aktion genau erläutert wird. Die Mädchen sollen sich am 24.06. eine „Arbeit“ suchen und den Lohn für den Bau der Sekundarschule in Mbizo der Maria Ward-Schwestern spenden. Über den Spendenzweck wird detailliert im Elternbrief informiert. Wir verweisen auch auf unsere Homepage, die hierzu ab dem 05.04. Informationen enthält. Wir bitten Sie ganz herzlich diese großartige Initiative der Schülerinnen zu unterstützen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. A. Litzenburger, MWS

 


 

Literaturabend am 04.04.2019 Fauler Fleiß und produktiver Müßiggang

 

Geschichten vom Tun und Lassen, 4. April 2019, 19:30 Uhr, Theaterkeller, Maria Ward-Schule Mainz, Eintritt frei.

 

Ist der Mensch von Natur aus ein Faultier oder doch ein Animal laborans, ein ständig aktives Arbeitstier, das auch in den Zeiten vermeintlicher Entspannung durch die Gegend rennt, in seinem Garten werkelt oder seinem Gehirn anstrengende Lektüren zumutet? Müssen wir Menschen, um, wie uns gesagt wird, in einer weltweit vernetzten Wirtschaft bestehen zu können, immer noch mehr leisten, also einem nur selten hinterfragten Fleißdiktat und Leistungsdenken huldigen? Oder sind wir als autoaggressive Spezies am ökologischen Abgrund nur durch mehr Genuss, mehr Faulheit und mehr echte Muße zu retten? Diesen und weiteren ernsten wie unernsten Fragen werden wir am 4. April mit mußevollem Eifer nachgehen. Neben einleitenden theoretischen Einwürfen zur Arbeitskultur oder -unkultur der Gegenwart werden in einem spannenden und abwechslungsreichen Reigen Romanauszüge, Kurzgeschichten, Szenen und Lyrik zum Themenkomplex Arbeit, Fleiß, Müßiggang, Muße präsentiert, dazu gibt es Live-Musik und überraschende künstlerische Interventionen, die noch nicht verraten werden…

 

Gönnen Sie sich eineinhalb Stunden produktivsten Müßigganges!

C. Wirges, MWS

 


 

Beeindruckendes Jahreskonzert

 

Am Samstag spielte unser Orchester im Kurfürstlichen Schloss sein Jahreskonzert. Es gab britische Musik vom Barock bis zur Gegenwart, gekonnt und schwungvoll aufgeführt. Theresa Andrae war die Solistin in Haydns Trompetenkonzert und meisterte ihre Aufgabe mit Bravour. Ein ganz herzlicher Dank geht an die Leitung des Orchesters Frau Müller und Herrn Warzecha, denen es wieder gelungen ist, einen Abend auf sehr hohem musikalischen Niveau zu präsentieren. Frau Müller wurde nach 33 Jahren Orchesterarbeit mit großem Dank als „Orchestermutter“ verabschiedet. Schön war die Anwesenheit vieler ehemaliger Orchestermitglieder, die zum Teil auch im Orchester mitspielten! Der Dank geht auch an Frau Baris-Renner und Herrn Weith, die am Samstag mitspielten.

Dr. A. Litzenburger, MWS

 


 

Unsere Förderstiftung existiert seit 30 Jahren!

 

Wir danken für die vielfältige Unterstützung der Schule in dieser Zeit mit insgesamt 1,7 Millionen Euro, die bisher ausgeschüttet wurden, unser Dank geht auch an unsere Stifterinnen und Stifter, ebenso an den Vorstand mit Frau von Lochow und Frau Bernhard-Schulte sowie Herrn Siebe, der die Förderstiftung im Kuratorium vertritt. Wir danken für den ehrenamtlichen Einsatz und die vielfältige Unterstützung! Wir danken dem Team des Secondhand-Basars für die Ausrichtung des Basars am vergangenen Wochenende. Der Basar war wieder sehr gut besucht.

Dr. A. Litzenburger, MWS

 


 

Wir gratulieren

 

  • allen Schülerinnen zur erfolgreichen Teilnahme bei „Jugend forscht“. Herzlichen Dank an alle betreuenden Lehrerinnen und Lehrern für die hervorragende Betreuung und an Frau Dr. Hasemann für die Gesamtkoordination. Wir drücken allen Erstplatzierten die Daumen für die nächste Wettbewerbsrunde. Für den 16.04. laden wir in der siebten Stunde zu einer kleinen Feierstunde ein, Treffpunkt ist der Raum Biologie 1.
  • Alexandra Sertl, 8c, die beim Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ einen 1. Preis mit dem Fagott erreicht hat und damit zum Landeswettbewerb zugelassen ist! Viel Erfolg auch dort!
  • der Schulmannschaft mit Luna Simon 7a, Franziska Wünstel 7b, Lilli Fiedler7c, Sarah Coha 7a, Pia Zeyen 7d, Emilia Wehner 7e, Ina Arnold 7e, Elise Barnstedt 7a, Noemi Wüster 7a, Katharina Rieckenberg 10b2, Miriam Neunhoeffer 10b2 und Amelie Mittnacht 9a für den 2. Platz bei der Schulmeisterschaft des Landes Rheinland Pfalz im Schwimmen.

Dr. A. Litzenburger, MWS