Termine und Veranstaltungen

 

Förderverein lädt ein zur Zeitreise durch Rheinland-Pfalz


Führung durch die Ausstellung „vorZEITEN“ am 17. Oktober um 18 Uhr


Archäologische Schätze von Rhein und Mosel stehen im Mittelpunkt der Ausstellung „vorZEITEN“, die nur noch bis Ende Oktober im Mainzer Landesmuseum zu bestaunen ist. „Bedeutende archäologische Funde und Bodendenkmäler lassen 400 Millionen Jahre Natur- und Kulturgeschichte erlebbar werden. Rhein und Mosel waren seit jeher mächtige Verkehrsadern und Handelswege. Sie machten die Region des heutigen Rheinland-Pfalz zu einem Kernland europäischer Geschichte“, lädt das Museum in die reichhaltige Ausstellung, die anlässlich des 70-jährigen Jubiläums der Landesarchäologie von der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz präsentiert wird, ein.
Der Vorstand des Fördervereins freut sich sehr, dass Herr Daniel Geißler interessierte Mitglieder des Fördervereins und Gäste am Dienstag, 17. Oktober 2017, um 18 Uhr exklusiv durch die anschauliche Sammlung führt. Der archäologische Wissenschaftler wird die „einmaligen Fossilien eines vergangenen Ökosystems, die ersten Lebewesen der Urmeere, das Schädelfragment eines Neandertalers, die kostbaren Kunstwerke eiszeitlicher Jäger, den rätselhafte steinzeitliche Ritualort Herxheim und die prachtvollen keltischen Prunkgräber“, die es im Rahmen von „vorZEITEN“ zu sehen gibt, umfangreich erläutern.


Zur Führung treffen sich alle Interessierten am Dienstag, 17. Oktober, um 18 Uhr in der Eingangshalle des Landesmuseums. Anmeldungen nimmt der Förderverein unter der Telefonnummer 06131-260123 oder per E-Mail an foerdverein@mws-mainz.de gerne entgegen.
 

 

Vorankündigungen des Fördervereins der MWS

 

 

17.04.2018 Herzliche Einladung zur Mitgliederversammlung

 

05.05.2018  großes Ehemaligentreffen; Engelhaus; Nachmittag- die genaue Zeit wird noch bekanntgegeben

 

26.05.2018 Jahresausflug (nähere Informationen sowie das Ziel werden noch bekanntgegeben)

 

 

Zu einer besseren Planung bitten wir Sie, sich rechtzeitig für die entsprechenden Führungen anzumelden, da die Teilnehmerzahl teilweise begrenzt ist.

 

Sie können uns eine E-Mail an foerdverein@mws-mainz.de schicken oder uns unter der Telefonnummer 260123 anrufen

 

 

 

_________________________________________________________________________________________

Rückblick

 

25.03.2017 "Stadtmauer- Rundgang"


Kulturhistorischer Stadtrundgang des Fördervereins fand großen Anklang

Nur noch bruchstückhaft ist sie im Stadtbild sichtbar, meist versteckt sie sich und lässt sich nur mit Hilfe von Eingeweihten entdecken: die mittelalterliche Mainzer Stadtbefestigung, die weitgehend dem Verlauf der römischen Mauern folgte und das damalige Stadtgebiet einschloss.
Daniel Geißler, Archäologe der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, spürte mit zahlreichen interessierten Mitgliedern des Fördervereins den mittelalterlichen Stadtmauerresten nach. Zwei Stunden lang folgte die Gruppe den historischen Spuren: beginnend beim Kurfürstlichen Schloss mit den Fragmenten der durch Kurfürst Johann Dieter von Isenburg errichteten Martinsburg an der damaligen nordöstlichen Ecke der Stadtmauer; vorbei am Deutschhaus und dem Neuen Zeughaus, mit kurzem Halt an der künstlerischen Darstellung eines Römerschiffes vor dem Hilton-Hotel in der Löhrstraße. Am einstigen Stadttor des Eisenmarkts, am repräsentativen Eisenturm mit den beiden steinernen Löwen zur Rheinseite, ist noch ein Stück des mittelalterlichen Wehrgangs erhalten, das anschaulich Zeugnis einer früheren Zeit abgibt. Direkt in die damalige Befestigungsmauer integriert wurde das Heiliggeisthospital mit seiner spätromanischen Formensprache, heute ein Restaurant. Dessen ehemaliges Portal wurde in den Mainzer Dom versetzt, sodass heute nur eine Kopie des rheinseitigen Eingangs das Gebäude schmückt.
Aufmerksam machte Daniel Geißler auf die Häuser zwischen Fischergasse und Salmengässchen, die wie die Gebäude in der Scharngasse ebenfalls in die ehemalige Stadtmauer integriert wurden. Schaute man genau hin, waren die Konturen der Befestigungsanlage noch zu erahnen. Vorbei am freigestellten Mauerstück gegenüber des Bruder-Konrad-Stifts in der Schlossergasse endete der gemeinsame Kulturspaziergang am Holzturm, der angrenzend an den ehemaligen Mainzer Vorort Selenhofen den Eingang zum einstigen Holzmarkt bildete. Unter großem Beifall der Teilnehmer dankte die Vorsitzende des Fördervereins, Marianne Kunkel, dem Wissenschaftler sehr herzlich für seine versierten Ausführungen.
Bei einem späteren Termin wird Daniel Geißler - dem weiteren Verlauf der Stadtmauer über den Kästrich und die große Bleiche zurück zum Kurfürstlichen Schloss folgend - weitere interessante Aspekte der Mainzer Stadt- und Kulturgeschichte aufzeigen.
Fotos: Karin Weber

 

 

 

 

Auf der Suche nach der Stadtmauer


Kulturhistorischer Stadtrundgang des Fördervereins mit Daniel Geißler

Nach dem ersten kulturhistorischen Stadtrundgang des Fördervereins der Eltern, Ehemaligen und Freunde der Maria Ward-Schule entlang der Stadtmauer spürte Daniel Geißler Anfang Mai mit interessierten Mitgliedern weitere Fragmente des historischen Bestands auf. Denn die mittelalterliche Mainzer Stadtbefestigung, die weitgehend dem Verlauf der römischen Mauern folgte und das damalige Stadtgebiet einschloss, ist heute nur noch bruchstückhaft erhalten.
Oberhalb des Eisgrubwegs, der entlang der mittelalterlichen Umfassung verlief, wies der Archäologe der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz auf die in der Barockzeit errichtete bastionäre Festungsmauer und die zugehörigen Stadttore hin, die die mittelalterliche Befestigung hinfällig machte. Etwas westlich, nahe des Windmühlenbergs befand sich einst nicht nur der Stockerturm, sondern auch der Zuckerturm, in dem gefangene Räuber einsitzen mussten. Vom Windmühlenberg, daher auch Zuckerberg genannt, bis zur Gaupforte folgte ein strammer Marsch. In diesem Bereich, so Geißler, seien keinerlei Tore in der mittelalterlichen Mauer verzeichnet gewesen. Dennoch wusste er die ein oder andere Anekdote, so die Namensgebung der Goldenluftgasse, zu berichten. An der Gaupforte, später Gautor, an der historischen Verbindungsstraße der Stadt mit dem Umland, wusste Geißler zu berichten, dass dort sowohl die Truppen Adolph II. im Jahr 1462 als auch die Schweden 1631 in die Stadt gelangten.
Ein Stück weiter erinnert heute nur noch der Schlussstein einer Eingangspforte an den ehemaligen Martinsturm, der im November 1857 explodierte und dabei 150 Mainzer in den Tod riss. Der Wissenschaftler berichtete davon, dass durch die heftige Detonation sogar die Glasfenster des Domes zerstört worden seien, und nannte das Ereignis eine Zäsur in der Stadtgeschichte. Einige Meter weiter ist zwischen zwei mehrstöckigen Gebäuden noch ein Rest der mittelalterlichen Stadtmauer aus dem 12. und 13. Jahrhundert erhalten geblieben, der ebenfalls auf römischen Fundamenten erbaut wurde. Allerdings nagt heute an der historischen Mauer nicht nur der Zahn der Zeit, sondern auch das Wurzelwerk einiger Sträucher. Am spätrömischen Stadttor, das nach Aufgabe des großen Legionslagers auf dem Kästrich erbaut wurde, endete der historische Kulturspaziergang. Hier machte Daniel Geißler auf zahlreiche Steinquader im zweischaligen Mauerwerk aufmerksam, die aus abgebrochen Gebäuden des einstigen Legionslagers stammten.
Die beiden aufschlussreichen Stunden auf historischen Spuren ließen keine Langeweile aufkommen, der Archäologe blieb keine Antworten schuldig. Abschließend dankte die Vorsitzende des Fördervereins, Marianne Kunkel, dem Wissenschaftler sehr herzlich für dessen informative Ausführungen.
Dabei wies sie auf den geplanten Rundgang „Der Mainzer Hauptfriedhof - Stadt und Wirtschaftsgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts anhand künstlerisch hochwertiger Grabmäler“ am 21. Oktober um 14 Uhr hin, der ebenfalls von Daniel Geißler begleitet wird. Anmeldungen nimmt der Förderverein unter der Telefonnummer 06131-260123 oder per E-Mail an foerdverein@mws-mainz.de bereits entgegen.

(Text u. Fotos: K. Weber)