Termine und Veranstaltungen

 

Vorankündigungen des Fördervereins der MWS

 

 

17.04.2018 Herzliche Einladung zur Mitgliederversammlung

 

05.05.2018  großes Ehemaligentreffen; Engelhaus; Nachmittag- die genaue Zeit wird noch bekanntgegeben

 

26.05.2018 Jahresausflug (nähere Informationen sowie das Ziel werden noch bekanntgegeben)

 

 

Zu einer besseren Planung bitten wir Sie, sich rechtzeitig für die entsprechenden Führungen anzumelden, da die Teilnehmerzahl teilweise begrenzt ist.

 

Sie können uns eine E-Mail an foerdverein@mws-mainz.de schicken oder uns unter der Telefonnummer 260123 anrufen

 

 

 

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Rückblick

 

25.03.2017 "Stadtmauer- Rundgang"


Kulturhistorischer Stadtrundgang des Fördervereins fand großen Anklang

Nur noch bruchstückhaft ist sie im Stadtbild sichtbar, meist versteckt sie sich und lässt sich nur mit Hilfe von Eingeweihten entdecken: die mittelalterliche Mainzer Stadtbefestigung, die weitgehend dem Verlauf der römischen Mauern folgte und das damalige Stadtgebiet einschloss.
Daniel Geißler, Archäologe der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, spürte mit zahlreichen interessierten Mitgliedern des Fördervereins den mittelalterlichen Stadtmauerresten nach. Zwei Stunden lang folgte die Gruppe den historischen Spuren: beginnend beim Kurfürstlichen Schloss mit den Fragmenten der durch Kurfürst Johann Dieter von Isenburg errichteten Martinsburg an der damaligen nordöstlichen Ecke der Stadtmauer; vorbei am Deutschhaus und dem Neuen Zeughaus, mit kurzem Halt an der künstlerischen Darstellung eines Römerschiffes vor dem Hilton-Hotel in der Löhrstraße. Am einstigen Stadttor des Eisenmarkts, am repräsentativen Eisenturm mit den beiden steinernen Löwen zur Rheinseite, ist noch ein Stück des mittelalterlichen Wehrgangs erhalten, das anschaulich Zeugnis einer früheren Zeit abgibt. Direkt in die damalige Befestigungsmauer integriert wurde das Heiliggeisthospital mit seiner spätromanischen Formensprache, heute ein Restaurant. Dessen ehemaliges Portal wurde in den Mainzer Dom versetzt, sodass heute nur eine Kopie des rheinseitigen Eingangs das Gebäude schmückt.
Aufmerksam machte Daniel Geißler auf die Häuser zwischen Fischergasse und Salmengässchen, die wie die Gebäude in der Scharngasse ebenfalls in die ehemalige Stadtmauer integriert wurden. Schaute man genau hin, waren die Konturen der Befestigungsanlage noch zu erahnen. Vorbei am freigestellten Mauerstück gegenüber des Bruder-Konrad-Stifts in der Schlossergasse endete der gemeinsame Kulturspaziergang am Holzturm, der angrenzend an den ehemaligen Mainzer Vorort Selenhofen den Eingang zum einstigen Holzmarkt bildete. Unter großem Beifall der Teilnehmer dankte die Vorsitzende des Fördervereins, Marianne Kunkel, dem Wissenschaftler sehr herzlich für seine versierten Ausführungen.
Bei einem späteren Termin wird Daniel Geißler - dem weiteren Verlauf der Stadtmauer über den Kästrich und die große Bleiche zurück zum Kurfürstlichen Schloss folgend - weitere interessante Aspekte der Mainzer Stadt- und Kulturgeschichte aufzeigen.
Fotos: Karin Weber