Präambel zum MWS-Sozialcurriculum

 

Die Maria Ward-Schule versteht sich als im christlichen Glauben gründende Erziehungsgemeinschaft, deren Fundament das christliche Welt- und Menschenbild ist.

 

Gott ist der Ursprung allen Lebens, er ist gegenwärtig in der Schöpfung. Deshalb ist alles wert studiert und betrachtet zu werden, es ist unser Streben „ein Gespür für das Wunderbare und das Geheimnisvolle der Dinge zu vermitteln.“ Eine umfassende und ganzheitliche Bildung ist unser Ziel. „Umfassenderes Wissen über die Schöpfung vermag zu größerer Gotteserkenntnis und zu größerer Bereitschaft [zu] führen, mit Gott in seiner fortwährenden schöpferischen Tätigkeit mitzuwirken.“ (Arbeitspapier Jesuiten 1986, Punkt 24)

Umfassende Bildung ist die Grundlage sich mit der modernen Welt auseinanderzusetzen (Bsp. Kommunikationsmittel) und diese kritisch zu reflektieren. Zur Bildung gehört die Persönlichkeitsbildung.

 

Jeder Mensch ist von Gott als sein Ebenbild geschaffen. Es ist unser Bemühen jede Schülerin so zu fördern, dass sie sich durch eine ganzheitliche Bildung in ihren Anlagen entfalten kann. Ganzheitliche Bildung sieht den Menschen als Teil der Gemeinschaft. „…alle sind herausgefordert eine Haltung menschlicher Solidarität zu entwickeln, die alle Grenzen von Rasse, Kultur und Religion überschreitet. Gute Umgangsformen werden [...] erwartet; es herrscht eine Atmosphäre, in der alle mit Verständnis und Liebe miteinander leben und arbeiten können, und in der jedem der Respekt entgegengebracht wird, welcher ihm als Kind Gottes gebührt.“ (Arbeitspapier Jesuiten Punkt 33)

 

In unserer Schulkonzeption steht: „Die Erziehung zu gemeinschaftsbezogenen Werten im Schulalltag ist Ausdruck unseres christlichen Menschenbildes. Achtung vor dem Anderen, Bemühen um vorurteilslosen Umgang mit ihm, Offenheit, Rücksichtnahme und Hilfsbereitschaft.“ (Punkt 2.2.3)

 

Religiöse Erziehung ist fester Bestandteil der ganzheitlichen Bildung:

„Das Bewusstsein seiner Gottbezogenheit und seiner Einzigartigkeit erleichtert dem Menschen seine Selbstfindung und die Erschließung der Welt, in der er Verantwortung für die Schöpfung und gesellschaftliches Zusammenleben trägt.“ (Schulkonzeption 2.2.1) Vielfältige Formen religiöser Praxis und Reflexion sind daher fester Bestandteil des Schulalltags, die in ihrer Umsetzung auf die aktive Mitgestaltung durch das ganze Kollegium und die Eltern angewiesen sind.

 

Mit unserem Sozialcurriculum stellen wir unsere bisherige Praxis der sozialen, religiösen und ganzheitlichen Erziehung an der Maria Ward-Schule zusammen, die unseren Schulalltag nachhaltig prägen. Sie wird von einer ständigen Reflexion begleitet.

 

Mainz, August 2011