Das Filmprojekt „Die Glücksbäckerei“ im Deutschunterricht

Medienerziehung und selbstständiges, projektbezogenes Lernen in der Orientierungsstufe

Ein Filmprojekt im laufenden Unterricht produzieren, ein Jugendbuch mit 18 Kapiteln im Klassenraum in einen 30-minütigen Film umsetzen, dabei Drehbuch, Requisiten und eine „Bühne“ in Kleingruppen selbstständig vorbereiten, Schnitt, Ton, Abspann, Datenschutz – geht das mit 31 Schülerinnen einer 6. Klasse? Ja, es ging und machte – trotz der notwendigen Disziplin - allen viel Spaß!

 

Im Zeitraum zwischen Ende Februar bis Ende März 2014 drehte die Klasse 6d im Deutschunterricht einen Film über das Jugendbuch „Die Glücksbäckerei - Das magische Rezeptbuch“ von Kathryn Littlewood. Wir hatten den Roman zuvor über eine Buchvorstellung kennen gelernt und waren begierig darauf, einen spannenden Jugendroman mit magischer Wirkung im Unterricht intensiver zu bearbeiten. Dazu wurden wir in acht Gruppen eingeteilt und durften uns verschiedene Kapitel aussuchen, die wir – entsprechend dem Spannungsbogen der Handlung - dann in Szenen umwandelten. Jede einzelne Gruppe überlegte sich auf der Grundlage des Romantextes Dialoge, die dann vor der Kamera frei gesprochen und gespielt werden durften.

 

„Es hat sehr viel Spaß gemacht, besonders den anderen Gruppen beim Schauspielern zuzugucken“, meint Alina, als wir sie auf unseren gemeinsamen Film ansprechen.

„Wir haben uns lange für jede Szene vorbereitet. Trotz kleiner Pannen hat uns das Drehen  sehr gut gefallen!“, sagt Linh, „es gab dabei zwar einige Diskussionen, aber eigentlich ging am Ende alles glatt.“

 

Von allen Schülerinnengruppen wurden sehr viele Requisiten mitgebracht, wie zum Beispiel frisch gebackene Cupcakes mit Schleifchen, Taschen mit Stoffhunden, selbstgebastelte Schränke, Bücher, Bettwäsche und sogar ein Kinder-Laufrad, das als Motorrad herhalten musste. Als wir Sina fragen, was das Beste am Dreh gewesen sei, antwortet sie: „Eindeutig, das Schauspielern!“ Insgesamt hat das Drehen zwar sehr viel Spaß gemacht, aber es war schwer, still zu sein, wenn eine Szene gedreht wurde. Am Ende der Dreharbeiten formulierten alle Gruppen dann noch kurze Texte für die Überleitung zwischen den Szenen. Sie wurden von Maxima und Clara gesprochen. Die Aufgabe des „Teleprompters“ übernahm Lilly hierbei.

 

Am Schluss waren wir natürlich gespannt auf das Ergebnis: „Es war komisch, sich selbst im fertigen Film zu sehen, aber auch irgendwie cool“, sagt Jill, die sogar mehrere Rollen übernommen hatte.

 

Kamera und Regie des Films führte Frau Plötz, bei der wir uns hiermit im Namen der ganzen Klasse sehr herzlich bedanken möchten. Es hat sehr viel Spaß gemacht und wir würden es gerne jederzeit wiederholen.

 

Linh , Anne, Luca und Marie-Sophie